Kapelle (c) Pfarre St. Laurentius

Zur Situation auf unserem Friedhof

Montag, 5. August 2019
Kirchenvorstand St. Laurentius

Tipps gerne willkommen!

In letzter Zeit erreichen uns viele Beschwerden über den Friedhof. Auch wir sehen die Situation, können Ihren Ärger gut verstehen.

Wir haben mit deutlich mehr Unkrautwachstum zu kämpfen durch verschiedene Faktoren:

  • In früheren Jahren wurde unser Friedhof als Fichtenwald angepflanzt. Die Bäume mussten in den letzten Jahren größtenteils abgeholzt werden. Durch den fehlenden Schatten kann das Unkraut ungehindert wachsen.
  • Gerade in den letzten Jahren haben wir vermehrt Gräber, die nicht mehr gepflegt werden. Das trägt zum Gesamtbild des Friedhofes bei.
  • Durch die überwiegenden Bestattungen in Urnengräbern haben wir so viele zu pflegende Freiflächen wie noch nie.
  • Auch bei uns ist das Thema Klimawandel angekommen, das Treibhausklima der vergangenen Jahre führt zu einem explosionsartigen Wachstum der Vegetation.
  • Unser Friedhof ist 70.000 m² groß. Wir haben vier Mitarbeiter, die diese Fläche bewältigen müssen. Unsere Mitarbeiter haben auch Anspruch auf Urlaub oder können krankheitsbedingt ausfallen. Ohne die mittlerweile verbotenen Unkrautvernichtungsmittel ist es nicht mehr zu schaffen, den Friedhof so zu pflegen, wie es früher möglich war.
  • Die finanzielle Situation des Friedhofs: Das Bistum hat die Träger der katholischen Friedhöfe zu einer Umstellung auf kaufmännische doppelte Buchführung gezwungen. Dadurch sind die Friedhöfe in katholischer Trägerschaft nicht mehr  wirtschaftlich zu betreiben. Vorher konnten alle Gelder, die eingenommen wurden, im gleichen Wirtschaftsjahr auch wieder ausgegeben werden. Mit der verpflichtenden Einführung der kaufmännischen Buchführung dürfen wir nur noch 1/30 der Einnahmen ausgeben, der Rest muss in die Rückstellung überführt werden. Gleichzeitig sinkt der Absatz von Gräbern, da überwiegend in Urnengräbern beerdigt wird.
    Dies führt dazu, dass wir weder Personal noch den Maschinenpark aufstocken können.

Unsere Mitarbeiter auf dem Friedhof bemühen sich, können aber nicht an allen Stellen gleichzeitig arbeiten. So wird immer ein Teil des Friedhofs vernachlässigt. Wenn der unterer Teil bearbeitet wird, bleibt der obere Teil zunächst liegen und umgekehrt. Ungepflegte, nicht abgelaufene Gräber dürfen wir nicht bearbeiten ohne Rücksprache mit den Nutzungsberechtigten. Diese sind leider oft nicht mehr zu ermitteln und zur Grabpflege aufzufordern.

Wirkliche Lösungsmöglichkeiten sehen wir nicht, wir sind für Tipps aus der Gemeinde dankbar. Möglich wären Grabpatenschaften für ungepflegte Gräber oder eine Pflegeaktion durch Freiwillige. Wer weitere Ideen hat, bitte gerne im Verwaltungsbüro melden. Wir bemühen uns Lösungen zu finden für eine Umgestaltung des Friedhofs. Dies ist aber leider nicht von heute auf morgen zu erreichen. Wir bitte um Ihr Verständnis.

Abschließend möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass unser Friedhof keinerlei Gelder aus Kirchensteuermitteln bekommt und sich finanziell komplett selber tragen muss, nach den Vorgaben des Bistums Aachen. In der heutigen Zeit ist dies eine echte Herausforderung.